Skulptur - Garten

Als ich vor drei Jahren zum ersten Mal Urlaub machte im Val d'Isone (Süd-Tessin / Schweiz), musste ich leider feststellen, dass viele Kastanienwälder krank sind. Anfang der 1950er Jahre begann der auf Pilze zurück zuführende Kastanienrindenkrebs den Bäumen zuzusetzen. In den 1990er Jahren startete man die Rekultivierung, doch im Mai 2009 setzte der Rückschlag ein. Eine von Italien eingeschleppte Gallwespe, die chinesische Kastanien-Gallwespe, setzte ihre Larven in die Knospen von Edelkastanienbäume, welche glattwandige Wucherungen bewirkte und das Wachstum der Blätter und der Früchte massiv behinderte. Die Bäume wurden mit der Zeit so geschwächt, dass auch die Anfälligkeit auf Pilze und den Rindenkrebs wieder anstieg. Die Wanderung durch die Kastanienwälder wurde zu einem Trauermarsch. -

Mit gesammelten abgestorbenen Ästen und Baumstrunken, welche ich im Atelier bearbeitete und bemalte, möchte ich zum Ausdruck bringen, dass totes Holz noch lange nicht "tot" ist, sondern in der Kunst weiterleben wird.